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Zukunftsforschung - von Echtzeitdaten und 3-D-Essen: Unsere Welt in 2030

Anlässlich einer Wackler-Kundenveranstaltung Mitte Oktober in München, gab Europas innovativster Zukunftsforscher, Autor und Gründer des größten unabhängigen europäischen Trendforschungsinstitutes 2b AHEAD ThinkTank, Sven Gábor Jánszky, in einer Gastrede Einblicke in kommende Zukunftswelten.

So prognostizierte Jánszky beispielweise, dass ein heute 5-jähriges Kind eine hohe Wahrscheinlichkeit habe, 150 Jahre zu werden. Denn in bereits 50 Jahren werden die Bereiche Gen-Analyse, Gen Reparatur, Ersatzteil-Organe und Medical Food so weit fortgeschritten sein, das dies möglich sei. Das heißt, „Unsterblichkeit“ werde das zentrale Thema in den nächsten Jahrzehnten sein. Bereits heute könne man via Gen-Analyse feststellen lassen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man Krebs bekommt. Bereits heute seien wir fähig, Zellen zu nehmen, sie zu vervielfältigen und auszudrucken. Kleine funktionsfähige Herzen seien bereits produziert worden und es werde nicht lange dauern, bis die Produktion von menschlichen „Ersatzteilen“ für den Massenmarkt zur Verfügung stünde.
Auch im Bereich Ernährung wird sich einiges ändern. In Zukunft können wir unser Essen aus unserem 3-D-Drucker in der Küche zusammenstellen lassen – bestehend natürlich aus einem individuell zugeschnittenen Bakterienmix ­– Medical Food. 3-D-Food werde es bereits in 2 Jahren in Restaurants und in fünf Jahren in den privaten Haushalten geben.

Seine Prognosen basieren auf Analysen aktuell existierender Entwicklungen, die er gemeinsam mit rund 300 CEOs und Innovationschefs aus der ganzen Welt erstellt. Laut Jánszky müssen sich Unternehmen auf die Zukunft einstimmen und umstellen. Es werde ein Machtwechsel stattfinden vom Supercomputer hin zum Quantencomputer. Quantencomputer seien in der Lage Informationen in Echtzeit zu erhalten, zu analysieren und entsprechende Handlungsmaßnahmen einzuleiten. Langfristig erfolgreich werden Unternehmen nur sein, wenn sie die durch diese neue Generation Computer gewonnenen Echtzeitdaten für sich nutzen. Predictive-Enterprises seien dann Unternehmen, die in der Lage sind, permanent die nächsten Stunden und Tage zu prognostizieren, und ihre Produkte und Leistungen individuell und situativ – sprich adaptiv – anzupassen. Dabei seien den Einsatzfeldern keine Grenzen gesetzt. Es könne alles prognostiziert werden. Zum Beispiel auch das persönliche Risikolevel für den kommenden Tag, dank seines eigenen intelligenten Risikoassistenten, „Wir werden alles messen, was wir messen können, wir werden alles prognostizieren und alles was wir prognostizieren, können wir verbessern.“, so Jánszky. „In 2030 werden wir 30 Apps auf unserem Smartphone haben, alles Assistenten mit Künstlicher Intelligenz für Bereiche wie Gesundheit, Ernährung oder Kindererziehung – alle mit dem Ziel unser Leben zu verbessern.“

Ob diese Entwicklungen gut und menschlich seien, ließe sich schlussendlich nicht klären. Dennoch müssten wir uns in Deutschland, wie in Europa den Themen Quantencomputer, Predictive-Enterprises und Künstlicher Intelligenz stellen. Weltweit stünden andere Länder vor dem Wirtschaftswunder, das wir Deutsche bereits hatten. Diese Länder wünschen sich, dass es ihren Kindern in Zukunft besser gehen solle. Unser Ziel solle sein, unsere Kinder und Jugend zu animieren, dass ihre Welt einmal besser ist. Wir sollten uns ranhalten, uns technologisch in der Dreikonstellation China, Europa und Amerika zu positionieren. Alles andere hieße Stillstand.

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